Der Köder muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.

Regionale Fachstelle für Suchtprävention

Der Köder muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.

Das ist unsere Haltung ...

Suchtmittelgebrauch – ob Alkoholkonsum, das Rauchen von Zigaretten, die Einnahme von abhängig machenden Tabletten, Konsum von Cannabis oder anderen illegalisierten Substanzen – ebenso wie Verhaltensweisen mit Abhängigkeitspotential - Glücksspiel, exzessive Medien- und PC-Nutzung, Essstörungen usw. - sind in unserer Gesellschaft alltäglich. Je nach Umfeld und aktueller Lage sind Suchtmittel und deren Gebrauch ein Tabu, andere hingegen toleriert oder gar Teil gesellschaftlicher Erwartungen.
In diesem Spannungsfeld arbeitet die Regionale Fachstelle für Suchtprävention.Wir bieten aktuelle Informationen, wir geben fachliches und methodisches Wissen weiter, um sich mit persönlichen Einstellungen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, der Faszination Rausch und der eigenen Risikobereitschaft auseinanderzusetzen.  


Wir verstehen uns als Ansprechpartner, der …

(1) regionale Strukturen stärkt und unterstützt,
(2) Multiplikator*Innen in der Breite ausbildet und begleitet,#
(3) zielgruppenspezifisch arbeitet und Veränderungen anstößt,
(4) moderne, wirksame Arbeitsansätze nutzt und vermittelt sowie
(5) umfangreiches Erfahrungswissen und Kontakte besitzt    

Ihr Ansprechpartner

Susann Bunzel / Annedore Haufschild / Katja Nitzsche / Julia Mühlberg

Regionale Fachstelle für Suchtprävention

Dresdner Straße 38b
09130 Chemnitz

Tel.: +49 371 6661917
Fax: +371 6661943

Email: sucht.fsp@stadtmission-chemnitz.de


Sprechzeit: di 14.00 - 16.00 Uhr
                  do 09.00 - 11.00 Uhr

Materialien und Methoden

Ausleihbare Materialien

Das Spiel eignet sich als pädagogisches Material im Rahmen einer suchtpräventiven Veranstaltung.

argument ermöglicht eine thematische Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Suchtmitteln sowie Verhaltenssüchten. Es geht darum, ein Ereignis aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich in einer Gesprächsrunde kritisch damit auseinanderzusetzen. argument bietet Spielerinnen und Spielern hierfür eine Vielzahl verschiedener Rollen sowie Ereignisse, welche eine Entscheidungsfrage beinhalten.

In der jeweiligen Rolle Argumente zu finden, fördert die Empathiefähigkeit der Spielerinnen und Spieler, öffnet den Blick für andere Perspektiven und trägt nicht zuletzt dazu bei, Klischees zu hinterfragen und abzubauen.

Geeignet für 5 – 15 Spielerinnen und Spieler mit einer Spielzeit von 10 – 30 Minuten.
Sie möchten das pädagogische Spiel käuflich erwerben? Senden Sie eine E-Mail an vitamine@stadtmission-chemnitz.de und wir erfassen Ihr Interesse für die Planung einer Neuauflage.

Rauschbrillen simulieren sehr anschaulich die Wirkung von Alkohol bzw. Drogen und können vielfältig eingesetzt werden.
In unserem Sortiment befinden sich:


► Alkoholbrille 0,8‰
► Alkoholbrille 1,3‰
► Alkoholbrille mit Dämmerungseffekt 1,3-1,5‰
► Drogenbrille
► Restalkoholbrille


Zusätzlich zu den Brillen können wir Ihnen Material für einen kleinen Parcour sowie Auswertungsfragen zur Verfügung stellen. Bei Bedarf gibt es hierfür auch eine kurze Einführung.


Des Weiteren empfehlen wir die Anwendung nur bei konsumerfahrenen Jugendlichen (ab 14 Jahren), da sonst der Transfer des Erlebten in die eigene Lebenswelt nicht gelingt.


Bitte beachten Sie, dass die Brillen nur maximal eine Woche ausgeliehen werden können. Die Ausleihe ist kostenfrei, allerdings erlauben wir uns bei Beschädigung die Hälfte der Neuanschaffungskosten in Rechnung zu stellen.

Der KlarSicht-Koffer der BZgA ist die tragbare Variante des KlarSicht-Parcours zur Prävention von Alkohol und Tabak. An verschiedenen Stationen kann mit den SchülerInnen über die Thematik diskutiert werden.

Für die Ausleihe dieses Koffers wird eine Kaution von 50,00€ erhoben, die Sie danach zurückerhalten.
Des Weiteren bieten die Fachstellen für Suchtprävention in Sachsen jährlich eine Schulung zur Handhabung an. Wir empfehlen Ihnen diese vor der ersten Nutzung des Koffers zu besuchen. Aktuelle Termine finden Sie in den Weiterbildungsangeboten der Fachstellen

Die Regionale Fachstelle für Suchtprävention in Chemnitz bietet zwei selbst produzierte Filme zum Verleih an. Diese beinhalten auch ein Manual, in dem verschiedene Methoden zur Bearbeitung des Gesehenen aufgelistet sind. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rubrik "Filme".

Ziel des Koffers ist es, Kinder dabei zu unterstützen, ihre Gefühle bewusster zu spüren, deutlicher zu (er)kennen, sie zu benennen und zu differenzieren, sowohl bei sich als auch bei anderen.
Geeignet ist diese Methode für den Kindergartenbereich, die ersten Jahre der Grundschule, Spielgruppen, sozialpädagogische Einrichtungen sowie für Kinder, die derzeit mit „schwierigen“ Gefühlen konfrontiert werden, bspw. im Krankenhaus oder einer Kindertherapie, bzw. –psychiatrie.

... ist ein Stationsspiel zur Lebenskompetenzförderung, bei dem spielerisch und interaktiv soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten trainiert werden.
Themenschwerpunkte der interaktiven Spiel- und Diskussionsrunden sind Selbsteinschätzung, persönliche Wertvorstellungen, Verhalten in risikoreichen Situationen, Stressbewältigung und die Förderung der Kreativität. Das Spiel regt zum Nachdenken an und stärkt den Teamgeist der Klasse.


LEBENSKÜNSTLER ist für die Umsetzung an Schulen in den Klassenstufen 5-7 konzipiert und nimmt etwa 90 Minuten ein. Die vier Ateliers sollten von jeweils 4 Pädagogen oder 4 Schülern aus höheren Klassenstufen begleitet werden.

Die Ausleihkaution beträgt 50,00 € und pro teilnehmendem Schüler wird eine Ausleihgebühr von 1,00 € erhoben.

Das Quiz HD² fördert interaktive Auseinandersetzung, Handlungskompetenz sowie Meinungsbildung und vermittelt Wissen und Hintergrundinformationen rund um das Thema Sucht und Drogen.

Enthalten sind Quizkarten zu den Themen:
► Alkohol
► Tabak
► Weitere Suchtmittel
► Verhaltenssüchte
► Recht
► Lebenskompetenzen

Die unterschiedlichen Rubriken ermöglichen, auf verschiedene Altersgruppen und Lebenswelten einzugehen. So sind Lebenskompetenzkarten vor allem für Kinder geeignet.

Gern können Sie das Quiz in unserer Fachstelle ausprobieren, bzw. ausleihen.

Filme und Radio

Linda und ihr großer Bruder Kris haben eigentlich ein gutes Geschwisterverhältnis und sogar einen gemeinsamen Freundeskreis. Als die Streitigkeiten der Eltern immer mehr zunehmen, erleidet die Beziehung der beiden Geschwister kleine Brüche. Kris flüchtet sich in virtuelle Welten und Linda fühlt sich hilflos und allein gelassen. Eskaliert die Situation oder raufen sich die Geschwister wieder zusammen?

"overloaded" enstand in Kooperation mit dem Jugendamt Zwickau und der SAEK Zwickau und thematisiert exzessiven Medienkonsum, riskanten Alkoholkonsum, Lebenseinstellungen und den Umgang mit Krisen und Konflikten.

Der Film kann in der Fachstelle erworben oder entliehen werden. Das dazugehörige Booklet bietet Methoden zur Ausgestaltung von suchtpräventiven Veranstaltungen mit Jugendlichen sowie Tipps zum PC-Gebrauch und Alkoholkonsum

In dem Film "anders als bei anderen" werden unterschiedliche Facetten des Themas Kinder aus suchtbelasteten Familien beleuchtet. Neben wissenschaftlichen Hintergrundinformationen und Erfahrungen aus der Praxis verschiedener Fachkräfte, schildert eine Familie auf beeindruckende Weise ihre persönlichen Erlebnisse.

Ziel ist es, einen Einstieg für die weitere Auseinandersetzung mit der Thematik zu schaffen. Weiterbildungen wie "Alles total geheim" bieten hierfür eine Möglichkeit der Vertiefung des Themas. Der Film kann in der Fachstelle kostenfrei ausgeliehen werden.

Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn Crystal Meth konsumiert wird? Welche kurzfristigen Effekte und Langzeitfolgen erleben User? Im Gegensatz zu vielen Beiträgen in Internet und Fernsehen möchte der youtube Clip der Regionalen Fachstelle für Suchtprävention diese Fragen „witzig, neutral und ohne Schockbilder“ beantworten. Der Chemnitzer Künstler und Designer Robert Reinhold schuf einen Animationsfilm, der das Gehirn als industrielle Produktionsstrecke inszeniert und überraschend wertfrei erscheint. Der Film ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Fachleuten und Künstler und wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördert.

Am Dienstag, den 14.07.2015, 20 Uhr, sendete Radio t auf UKW 102,7 MHz den halbstündigen Beitrag tiefenrausch. Zwei junge Männer aus Chemnitz sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen zu den Themen Konsum, Computerspiele und Drogen. Dazu spielen sie Musiktitel ein, die für ihren Lebensweg eine wichtige Bedeutung haben.

Das Radioprojekt entstand in Kooperation von Radio t, dem Don Bosco Haus in Chemnitz und der Regionalen Fachstelle für Suchtprävention der Stadtmission Chemnitz e.V.

Ziel war es, mit statt über junge Menschen zu sprechen – gerade da Sucht und Drogen verstärkt in den Medien thematisiert werden, Jugendliche mit ihren Erfahrungen sich dabei aber selten wiederfinden. Gleichzeitig gibt das Projekt jungen Menschen die Möglichkeit, kreativ und selbständig an der Produktion einer Radiosendung mitzuwirken. Rund um das Projekt sind viele wichtige Gespräche zum Thema Konsum entstanden, auch mit Jugendlichen, die keinen eigenen Beitrag produziert haben.

Die Sendung können Sie sich unter folgendem Link noch einmal anhören.

Do it yourself-Methoden

So können Sie eine suchtpräventive Methode selbst durchführen: Der „Suchtsack“ eignet sich, um mit Gruppen einen ungezwungenen Einstieg in den Themenkomplex Abhängigkeitserkrankungen zu gestalten. Die Vielfalt von Suchterscheinungen wird kompakt und anschaulich vermittelt, zugleich wird zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion eingeladen. So gelingt es, Motive und Funktionen von Substanzkonsum oder Verhaltensweisen mit Abhängigkeitspotenzial zu erörtern sowie das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.
Die Arbeitshilfe zur Methode finden Sie hier (PDF 1,77 MB).

Das Thesenspiel wurde von der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin für das Projekt Prev@WORK entwickelt. Die Methode eignet sich sehr gut für Diskussionsrunden mit SchülerInnen (ab Klasse 8).
Für die Weitergabe haben wir das Spiel in eine andere Form gebracht und es steht nun für Sie zum Download als PDF (PDF 286 kB) zur Verfügung.

Wie können rechtliche Aspekte hinsichtlich des Konsums von Suchtmitteln mit einer Gruppe von Jugendlichen besprochen werden?

Um Wissen zu relevanten rechtlichen Grundlagen zu vermitteln, über mögliche juristischen Folgen von Suchtmittelkonsum aufzuklären und zugleich die Entwicklung des Problembewusstseins zu fördern, können Sie auf die Materialien von Prev@WORK zugreifen.

Der Auszug aus dem Handbuch der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin  bietet Ihnen die Möglichkeit, selbst den Baustein „Rechtliche Grundlagen“ in Ihre Veranstaltungsvorbereitung einzubauen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Handbuch (PDF 3,16 MB)

Mittels der hier (PDF 365 kB) vorgestellten Methode können in übersichtlicher Weise mögliche Konsumregeln für einen risikoarmen* Umgang mit Alkohol besprochen werden. Die Übung ermöglicht es, persönliche Einstellungen zu reflektieren und bisherige Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen. Somit dient sie als Gesprächsaufhänger und lädt ein zur Diskussion.
Wir empfehlen diese Methode in Kombination mit den Rauschbrillen, die Sie sich bei uns ausleihen können.

* Risikofreien Konsum gibt es nicht. Dennoch ist Alkoholkonsum nicht grundsätzlich schädlich – auf die Dosis kommt es an. Die folgenden Regeln können einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol unterstützen. 

Printmedien

Die Broschüren können Sie kostenpflichtig in der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Stadtmissio Chemnitz bestellen. E-Mail: sbb@stadtmission-chemnitz.de

Damit nicht "alles total geheim" bleibt richtet sich diese Broschüre zum Thema Kinder aus Familien mit einer Suchtbelastung in erster Linie an pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und Horteinrichtungen. Diese Broschüre wurde als Begleitmaterial für unsere Fortbildung "Alles total geheim" entwickelt. Nähere Informationen und aktuelle Termine finden Sie hier.

Werfen Sie hier einen ersten Blick in unseren Reader.

Gern senden wir Ihnen kostenfrei Einzelexemplare zu (zzgl. Porto).
Haben Sie Interesse an einem PDF-Exemplar, kontaktieren Sie uns bitte.
Sie erreichen uns per E-Mail unter sucht.fsp@stadtmission-chemnitz.de.

Die Regionale Fachstelle für Suchtprävention und die Jugendsucht- und Drogenberatung der Stadtmission Chemnitz e.V. haben ein Modell entwickelt, welches die unterschiedlichen Phasen bei exzessivem Crystalkonsum darstellt. Zielgruppe hierfür sind Mitarbeiter in Suchtberatungsstellen und pädagogische Fachkräfte, die in ihrer täglichen Arbeit mit Crystalkonsumenten zu tun haben. Zu beachten ist hierbei, dass natürlich jeder Mensch die Wirkungen und Auswirkungen der Substanz anders empfindet und es sich nicht um ein Diagnoseinstrument handelt. Viel mehr dient es dazu, mit dem Konsumenten über seine individuellen Erfahrungen ins Gespräch zu kommen und die Reflexion des eigenen Konsums zu fördern.

Sie können maximal 2 Exemplare des Kreislaufs über sucht@stadtmission-chemnitz.de bestellen. Diese sind kostenfrei. Sie müssen uns nur einen frankierten Rückumschlag in der Größe A4 zuschicken. Die PDF-Version des Modells können Sie hier herunterladen. Bitte beachten Sie dabei unsere Hinweise zur Verwendung.

Finanziert wurde das Modell durch das Amt für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz. Zur Unterstützung bieten wir des Weiteren eine Schulung an.

Derzeit leider vergriffen!!

Die Broschüre befasst sich mit Informationen zur Substanz, Konsumformen, Wirkung, Abhängigkeitsrisiko, der Rechtslage sowie Hilfeangeboten und bietet somit einen sachlich Überblick ohne Crystal zu verherrlichen oder zu verteufeln.

Format: A6

Seitenzahl: 55

Die kostenfreie Broschüre erhalten Sie über:  BZgA

Das Leporello ist eine Unterstützung für Fachkräfte u.a. im Bereich Streetwork und Wohnungslosenhilfe, die mit intravenös konsumierender Klientel Umgang haben. Es enthält Hinweise zum risikomindernden iv-Konsum.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit Ihre Kontaktdaten in das Leporello einzustempeln.
 

Preisliste

Diese Postkarte für Angehörige, beinhaltet Hinweise zum Umgang mit suchtgefährdeten oder suchtmittelabhängigen Familienmitgliedern.Diese Postkarte für Angehörige, beinhaltet Hinweise zum Umgang mit suchtgefährdeten oder suchtmittelabhängigen Familienmitgliedern.

Die Pflegehinweise finden Sie hier:

 

Webseiten

Auf den folgenden Internetseiten finden Sie Informationen zu suchtspezifischen Themen.

BZgA - Die Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet umfassende Informationen und kostenfreie Broschüren

DHS - Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen stellt Informationsmaterial zur Verfügung

klicksafe  - Die Homepage der EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz bietet umfassende Informationen zum Thema Mediengebrauch und kostenfreie Broschüren

nacoa - Informationen zur Situation von Kindern aus Familien mit einer Suchtbelastung

drugcom - Die Jugendseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema Drogen mit Selbsttests und Substanzinformationen

drugscouts - allerlei Informationen zum Thema Drogen

ELSA - Elternberatung bei Suchtgefährdung und Abhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen

drogisto - Onlineshop für Materialien und Methoden zu unterschiedlichen Themenbereichen

kenn-dein-limit - Portal zur Alkohol-Suchtprävention für Erwachsene inklusive Selbsttest

Legal High- Informationsseite zum Thema Legal Highs für Konsumenten, Angehörige und professionelle Helfer

Breaking Meth - Selbsthilfeangebot für Menschen mit Methamphetamin / Crystal - Erfahrung

praevention-chemnitz - Datenbank für Präventionsangebote der Stadt Chemnitz

Crystal - Informationsseite des Freistaates Sachsen zur Thematik Crystal

Angebote der Regionalen Fachstelle

Alles total geheim - Kinder aus Familien mit einer Suchtbelastung

Weiterbildung für Erzieherinnne und Erzieher in Kindertagesstätten und Hort

Studien belegen, dass deutschlandweit ca. 2,7 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil leben. Hinzu kommen etwa 40.000 – 60.000 Kinder mit drogenabhängigen Eltern. Im Freistaat Sachsen sind mehr als 140.000 Kinder betroffen. Die Zahlen von Kindern aus Familien mit stoffungebundenen Süchten oder Medikamentenabhängigkeit sind kaum bekannt.

Kinder aus diesen suchtbelasteten Familien gehören zur größten Risikogruppe, selbst abhängig zu werden oder Ängste, Depressionen und andere psychische Störungen auszubilden. Sie stellen daher eine der wichtigsten Zielgruppen der Suchtprävention dar.

Das zunehmende Bewusstsein für die Problematik von Kindern suchtkranker Eltern, die damit einhergehende Forderung nach Verbesserung der Versorgungssituation und die zugleich schwere Erreichbarkeit der Kinder und ihrer Familien, führen zu großen Verunsicherungen der Fachkräfte in diesem Bereich.

Das hier beschriebene Angebot richtet sich an Fachberater*Innen und Erzieher*Innen, die in ihrem Verantwortungsbereich mit Kindern aus betroffenen Familien in Berührung kommen.

Neben einer Sensibilisierung für diese Thematik will die Fortbildung Kenntnisse zu Suchterkrankungen und im Bereich der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung in suchtbelasteten Familien vermitteln, aber auch Interventionsmöglichkeiten in der Arbeit mit den Kindern und methodische Anregungen für die ErzieherInnen und PädagogInnen zur Verfügung stellen

Inhalt der Weiterbildung

• Theoretischer Einstieg
• Wie erkenne ich die Problematik?
• Wie gehe ich mit der Problematik um?
• Möglichkeiten und Grenzen der Einflussnahme
• Umgang mit den Eltern und den betroffenen Kindern
• Methodische Anregungen (u.a. Film „Alles total geheim“ K. Boie, S. Brix-Henker, LJS Niedersachsen)
• Elterngespräche... wenn es um Sucht geht (2-Tage-Schulung)
• Gespräche mit Kindern (2-Tage-Schulung)
• Regionale Hilfsangebote

Basisseminare - Weiterbildungsangebote für Fachkräfte

Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren

Die Regionale Fachstelle für Suchtprävention bietet in Kooperation mit den  Leistungsangeboten der Ambulanten Suchthilfe und Suchtprävention differenzierte Informationsveranstaltungen zu suchtspezifischen Themen an. Das Bildungsangebot umfasst 3 Seminare, die nicht grundlegend aufeinander aufbauen. Dennoch empfehlen wir als Einstieg am Basisseminar Sucht teilzunehmen.

Basisseminar Sucht: Entstehung einer Abhängigkeit, Suchtformen, suchtförderndes Verhalten, Abhängigkeit und Familie, Besonderheiten im Jugendalter

Basisseminar Suchtprävention: Verschiedene Präventionsansätze und Präventionsarten, Strukturelle Präventionsmöglichkeiten, Präventionsangebote in Chemnitz und Umgebung

Basisseminar Hilfesystem: Begriffe, Aufgaben, Struktur, Zuständigkeiten und Besonderheiten des lokalen Suchthilfesystems

Termine 2019

 

 

Sucht:                   28.08. 2019
Suchtprävention:  04.09. 2019
Suchthilfesystem: 11.09. 2019
 

Die Seminare richten sich an professionelle HelferInnen und andere Interessierte.

ca. 1,5 Stunden in der Zeit von 17.00 bis 18.30 Uhr

Nach Vereinbarung in einem von Ihnen zur Verfügung gestellten Veranstaltungsraum oder in den Räumen der RFSP.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. 

Die Seminare sind kostenfrei.

Weitergabe des Angebotes an Projekte vor Ort ist möglich. Eine Kooperation mit den örtlichen Suchtberatungsstellen wird angestrebt.

Bitte senden Sie eine E-Mail unter Angabe von

• Name
• ggf. Dienststelle
• E-Mail Adresse
• gewünschter Seminartermin
• Personenanzahl